Die Fragen, die ein kritischer Leser stellen sollte.
Die Antworten sollen weder Fachbegriffe vermeiden noch mit ihnen beeindrucken. Wo ein Begriff notwendig ist, wird erklärt, was er im konkreten Zusammenhang bedeutet.
Ist Version 1 bereits eine vollständig handelbare Strategie?
Nein. Version 1 ist ein struktureller End-of-Day-Test des Entscheidungskerns. Sie untersucht, ob die Logik über viele Instrumente und Oszillatoren hinweg konsistent bleibt. Die exakte Intraday-Reihenfolge, realistische Stops, Kosten, Slippage und die vollständige APS-Integration gehören erst zu Version 2.
Welche Rolle spielen NinjaTrader® und Kinetick®?
Andreas Plagge ist NinjaTrader® Ecosystem Vendor. NinjaTrader® wird im Vendor-Kontext als bevorzugte Plattform, NinjaTrader® Brokerage als bevorzugter Brokerage-Anbieter und Kinetick® als bevorzugter Marktdatendienst geführt. Plagge Consulting bleibt ein unabhängiger Drittanbieter. Vollständige Ecosystem-Vendor-Informationen →
Was bedeuten die 5.640 Tests?
94 reale Instrumente wurden mit 60 Oszillatoren nach derselben Grundlogik ausgewertet. 94 × 60 ergibt 5.640 Einzeltests. Diese Breite ist nützlich, aber die Tests sind nicht vollständig voneinander unabhängig, weil Märkte korrelieren, Oszillatoren teilweise verwandt sind und alle dieselbe Grundarchitektur verwenden.
Was ist das Trefferverhältnis?
Es ist die Anzahl der Gewinner geteilt durch die Anzahl der Verlierer und hat keine Einheit. 1,0 bedeutet gleich viele Gewinner wie Verlierer; Werte darüber entsprechend mehr Gewinner als Verlierer. Es handelt sich ausdrücklich nicht um einen Profitfaktor und nicht um eine Rendite. Die konkreten dokumentierten Version-1-Werte werden auf der Ergebnisseite zusammen mit ihrer Aussagegrenze und dem vollständigen Hinweis zu hypothetischen Ergebnissen dargestellt.
Was ist dann der Profitfaktor?
Der monetäre Profitfaktor teilt die Summe aller Bruttogewinne durch die Summe aller Bruttoverluste. Er berücksichtigt also die Größe der Gewinne und Verluste. Trefferverhältnis und Profitfaktor können sich deutlich unterscheiden.
Warum werden Zufallsdaten getestet?
Eine Kontrollgruppe hilft zu beurteilen, ob eine auffällige Kennzahl möglicherweise nur aus dem Testaufbau entsteht. Sechs synthetische Zufallsdatensätze mit insgesamt 360 Tests wurden nach derselben Grundlogik ausgewertet. Die konkreten Vergleichswerte und ihre Aussagegrenzen stehen auf der Ergebnisseite.
Was macht der Decision Core?
Der Decision Core übersetzt Marktstruktur, Analysewerte und Filter in eine feste, versionierte Entscheidung. Er entscheidet nicht über die spätere Positionsgröße und soll nicht autonom durch eine KI verändert werden. Execution und APS Risk Layer sind bewusst getrennte Ebenen.
Was macht die APS?
Die APS ist eine Risiko- und Money-Management-Logik. Sie beantwortet nicht, was oder wann gehandelt wird, sondern wie stark Kapital eingesetzt wird und wie lange ein erhöhter Einsatz aufrechterhalten werden darf. Dazu verwendet sie Stufen, High-Watermark-Sicherung, Warnzustände und taktische Regeln.
Ist die APS bereits vollständig bewiesen?
Nein. Mechanik, Entwicklungsgeschichte, historische Simulationen und einzelne Vergleichspfade sind umfangreich dokumentiert. Der zusätzliche Beitrag der APS zum Gesamtframework soll in Version 2 unter identischer Intraday-Ausführung und mit realistischeren Kostenannahmen erneut isoliert gemessen werden.
Warum wird Version 1 zuerst in neuer Software reproduziert?
Weil sonst nicht klar wäre, ob Unterschiede aus einer neuen Technologie oder aus einer fachlichen Regeländerung stammen. Die Neuimplementierung soll zunächst denselben Referenzstand reproduzieren. Erst danach werden neue Funktionen einzeln ergänzt.
Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz?
KI ist als Assistenz vorgesehen – etwa für Dokumentationssuche, Erklärung, Qualitätsprüfung oder Entwicklungsunterstützung. Die fachlichen Kernregeln bleiben versioniert und sollen nicht autonom von einem KI-Modell verändert werden.
Ist Python oder PostgreSQL zwingend?
Nein. Diese Technologien sind derzeit sinnvolle Arbeitsrichtungen für Rechenkern und Datenhaltung. Entscheidend sind Reproduzierbarkeit, Testbarkeit, klare Schnittstellen und Betriebssicherheit. Ein institutioneller Partner kann andere Infrastrukturvorgaben haben.
Was bedeutet Walk-forward-Prüfung?
Dabei wird ein System nicht nur auf einem einmal festgelegten historischen Zeitraum beurteilt. Regeln werden schrittweise auf nachfolgenden, zuvor nicht zur jeweiligen Anpassung verwendeten Datenfenstern geprüft. Das soll helfen zu erkennen, ob ein Befund außerhalb seines ursprünglichen Entwicklungsfensters Bestand hat.
Warum werden bekannte Grenzen so offen dargestellt?
Weil Grenzen Teil des wissenschaftlichen und technischen Befunds sind. Eine seriöse Bewertung ist nur möglich, wenn ein Leser erkennen kann, was bereits untersucht wurde und welche Fragen noch offen sind. Das ist gerade bei einem später institutionell prüfbaren System wichtiger als eine möglichst makellose Marketingdarstellung.
Soll das Framework später auch mit echtem Kapital eingesetzt werden?
Ja, als geplante zusätzliche Validierungsstufe. Nach einer ausreichend definierten und reproduzierbaren Version 2 soll ein professionelles Handels- und Forschungsbüro eine freigegebene Systemversion unter realen Marktbedingungen einsetzen. Dabei sollen Version, Entscheidung, Order, Fill, Gebühren, Risiko und Ergebnis nachvollziehbar verbunden werden. Ein solcher Live-Track-Record existiert heute noch nicht als institutionell auditierter Nachweis und ersetzt die vorherige methodische Prüfung nicht.
Ist ein Endkundenprodukt für private Trader geplant?
Es ist eine mögliche spätere Verwertungsoption, nicht das aktuelle Kernprojekt. Aus dem geschützten institutionellen Framework könnte eine vereinfachte Analyse- und Decision-Support-Schicht abgeleitet werden. Funktionen, Preis, Vertriebsmodell und regulatorische Einordnung sind heute nicht festgelegt und würden vor einer Markteinführung separat geprüft.
Fachliche Fragen können direkt gestellt werden.
Definitionen zu Profitfaktor, Intraday, Slippage, Walk-forward, High-Watermark und weiteren Begriffen finden Sie im Glossar.