API
Programmierschnittstelle. Eine klar definierte Verbindung, über die andere Systeme Daten oder Funktionen anfragen können, ohne die interne Implementierung kennen zu müssen.
#Fachbegriffe sind sinnvoll, wenn sie eine Unterscheidung präziser machen. Sie sind nicht sinnvoll, wenn sie einen Satz nur komplizierter klingen lassen. Dieses Glossar erklärt deshalb die auf der Website verwendeten Begriffe in der Bedeutung, die für dieses Projekt relevant ist.
Programmierschnittstelle. Eine klar definierte Verbindung, über die andere Systeme Daten oder Funktionen anfragen können, ohne die interne Implementierung kennen zu müssen.
#Eigenständige Risiko- und Money-Management-Logik. Sie bestimmt nicht, was oder wann gehandelt wird, sondern steuert unter anderem Positionsgröße, Sicherung, Warnzustände, Deeskalation und Wiederanlauf.
#Lückenlos nachvollziehbare Aufzeichnung darüber, welche Daten, Regelversionen, Parameter, Verarbeitungsschritte und Ergebnisse zu einem Befund geführt haben. Sie ermöglicht Prüfung und Rückverfolgung, ohne die Berechnung nachträglich umzudeuten.
#Historischer Test einer festgelegten Regel auf vergangenen Daten. Ein Backtest zeigt, wie die Regel unter den getroffenen Annahmen abgeschnitten hätte; er ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
#Gewinnschwelle. Im Trade-Management bezeichnet Break-even häufig das Nachziehen eines Stopps auf oder in die Nähe des Einstiegskurses, nachdem sich der Trade günstig entwickelt hat.
#Unternehmen oder Dienst, über den Handelsaufträge an Märkte bzw. Ausführungsplätze weitergeleitet und Konten oder Positionen geführt werden können. Broker, Handelsplattform und Marktdatenfeed sind unterschiedliche Funktionen, auch wenn ein Anbieter mehrere davon kombiniert.
#Technische Versorgung mit Marktinformationen wie Kursen, Umsätzen, Bid-/Ask-Daten oder historischen Zeitreihen. Ein Datenfeed liefert Daten; er ist nicht automatisch Broker oder Handelsplattform.
#Der regelbasierte Entscheidungskern des Frameworks. Er übersetzt definierte Marktdaten und Analysewerte nach einer festgelegten Regelversion in eine nachvollziehbare Entscheidung.
#Gleiche Eingabedaten und gleiche Regeln erzeugen dasselbe Ergebnis. Zufall oder selbstständig veränderte Parameter sind nicht Teil der Kernberechnung.
#Rückgang des Kapitals von einem zuvor erreichten Höchststand. Der Maximum Drawdown ist der größte solcher Rückgänge innerhalb des betrachteten Verlaufs.
#Strukturierte fachliche, technische, wirtschaftliche und rechtliche Prüfung vor einer Investition, Kooperation oder Transaktion. Im Projektkontext bedeutet dies insbesondere, Aussagen, Datenbasis, Regeln, Evidenz, IP und Integrationsfähigkeit nachvollziehbar zu prüfen.
#Auswertung auf Tagesdaten. Ein Tagesdatensatz enthält typischerweise Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss, aber nicht zwingend die zeitliche Reihenfolge aller Kursbewegungen innerhalb des Tages.
#Aktueller Kapital- oder Kontowert eines betrachteten Handelsverlaufs. Je nach Auswertung kann damit realisiertes und gegebenenfalls auch noch offenes Ergebnis gemeint sein; die konkrete Definition muss deshalb angegeben werden.
#Dokumentierter Nachweisstand einer Aussage. Evidenz beschreibt, wodurch ein Befund gestützt wird, welche Grenzen gelten und welcher nächste Test den Nachweis stärken würde; sie ist keine Zusage zukünftiger Handels- oder Anlageergebnisse.
#Umsetzung einer Entscheidung in konkrete Handelsereignisse: Einstieg, Ziel, Stop, Break-even, Trailing, Reihenfolge, Kosten und Slippage.
#Umfang, in dem Kapital einer Marktbewegung ausgesetzt ist. Im Framework wird der englische Fachbegriff dort verwendet, wo er präziser ist als eine einzelne deutsche Übersetzung.
#Strukturierter fachlicher und technischer Ordnungsrahmen aus klar getrennten Komponenten, Regeln, Schnittstellen und Prüfpfaden. Ein Framework ist nicht automatisch eine fertige Handelssoftware oder Benutzeroberfläche.
#Standardisierte, börsengehandelte Terminkontrakte auf einen Basiswert wie Index, Rohstoff, Währung oder Zinsinstrument. Sie werden zu festgelegten Kontraktspezifikationen gehandelt und können aufgrund der Hebelwirkung erhebliche Risiken aufweisen.
#Regeln, Zuständigkeiten, Kontrollen und Freigabeprozesse, mit denen Entscheidungen, Risiken und Änderungen nachvollziehbar gesteuert werden. Risk Governance bezeichnet diesen Ordnungsrahmen speziell für die Risikosteuerung.
#Ein handelbarer oder analysierter Finanzmarktgegenstand, beispielsweise Future, Währungspaar, Aktie, ETF, Rohstoff- oder Volatilitätsinstrument. Im Version-1-Testuniversum werden 94 reale Instrumente getrennt von den sechs synthetischen Kontrollreihen ausgewiesen.
#Softwareumgebung für Funktionen wie Charting, Marktanalyse, Orderaufgabe, Positionsverwaltung, Simulation oder Backtesting. Sie ist von der fachlichen Logik des Frameworks zu unterscheiden; das Framework ist nicht mit einer bestimmten Handelsplattform gleichzusetzen.
#Anteil der betrachteten Situationen, in denen die Regeln tatsächlich einen Trade auslösen.
#Bisher höchster erreichter Kapitalstand innerhalb eines definierten Plans oder Zeitabschnitts. Er kann als Referenz für eine dynamische Gewinnsicherung dienen.
#Übergeordneter Projekt- und Architekturbegriff für das modulare System aus Daten, Research, regelbasiertem Decision Core, Execution, APS Risk Layer sowie Evidenz und Reporting. Der Begriff bezeichnet keine fertige Handelsplattform, kein Fondsprodukt und kein Renditeversprechen.
#Innerhalb eines Handelstags. Intraday-Daten können die zeitliche Reihenfolge von Kursereignissen auflösen, die in reinen Tagesdaten nicht sichtbar ist.
#Vergleichsdaten, die mit derselben Testlogik verarbeitet werden. Sie helfen zu beurteilen, ob ein beobachteter Befund spezifisch für reale Marktstrukturen ist oder auch bei künstlichen bzw. zufälligen Daten auftritt.
#Preiswirkung, die eine größere Order selbst im Markt verursachen kann. Für kleine Testgrößen kann sie vernachlässigbar sein; für institutionelle Größen muss sie gegebenenfalls modelliert werden.
#Handelsplattform und Ecosystem von NinjaTrader, LLC. Plagge Consulting führt NinjaTrader® im bestehenden Vendor-Kontext als bevorzugte Plattform für vendorbezogene technische Entwicklungs-, Charting-, Simulations-, Backtesting- und NinjaScript-Arbeiten; die Architektur des Frameworks bleibt davon getrennt und plattformunabhängig eingeordnet.
#Vergleichsannahme, unter der kein spezifischer Marktvorteil vorhanden ist. Verschiedene Nullmodelle können unterschiedliche Eigenschaften realer Märkte erhalten oder gezielt zerstören.
#Abkürzung für Open, High, Low, Close und – bei OHLCV – zusätzlich Volume. Das Format beschreibt die grundlegenden Kurs- und gegebenenfalls Volumeninformationen eines Zeitintervalls.
#Technischer Analysewert, der Marktdaten nach einer definierten mathematischen Regel in eine vergleichbare Kennzahl oder Kurve überführt. Im Version-1-Research werden 60 Oszillatoren systematisch über das Instrumentuniversum getestet; der Begriff bezeichnet dabei die jeweilige Analysekomponente, nicht das gesamte Entscheidungssystem.
#Datenabschnitt, der nicht zur Entwicklung oder Auswahl der Regeln verwendet wurde. Er dient dazu, die Regeln auf bislang ungenutzten Daten zu prüfen.
#Monetäre Kennzahl: Summe aller Bruttogewinne geteilt durch die Summe aller Bruttoverluste. Ein Wert über 1,0 bedeutet, dass die Bruttogewinne größer als die Bruttoverluste waren.
#Eindeutige Kennzeichnung eines festgelegten Regelstands. Versionierung verhindert, dass Ergebnisse verschiedener Logikstände unbemerkt vermischt werden, und ermöglicht die Zuordnung eines Befunds zu genau den Regeln, mit denen er erzeugt wurde.
#Eigenschaft eines Ergebnisses, unter dokumentierten Bedingungen aus denselben Daten, Regeln und Versionen erneut erzeugt werden zu können. Sie geht über die bloße Dokumentation hinaus und ist ein zentrales Prüfkriterium des Frameworks.
#Erneutes Berechnen eines bestehenden Ergebnisses aus denselben Daten und Regeln – möglichst in einer unabhängig aufgebauten Implementierung.
#Erneute fachliche Prüfung eines bestehenden Befunds unter präziseren, zusätzlichen oder realistischeren Bedingungen.
#Forschungsschicht des Frameworks. Sie umfasst Datenaufbereitung, Analyseverfahren, Testmatrix, Kontrollgruppen und die Auswertung der Kennzahlen.
#Eigenständige Systemschicht für Risikosteuerung. Im Framework übernimmt die APS diese Rolle; sie wird methodisch und technisch vom Decision Core und von der Execution getrennt betrachtet.
#Regelbasiertes Ergebnis einer Analyse- oder Entscheidungskomponente vor der vollständigen Ausführungs- und Risikologik. Ein Rohsignal ist daher nicht automatisch mit einer tatsächlich ausgeführten Order oder einem fertigen Trade gleichzusetzen.
#Differenz zwischen dem angenommenen bzw. gewünschten Ausführungskurs und dem tatsächlich erreichbaren Kurs. Sie kann das Ergebnis eines Backtests im realen Handel verschlechtern.
#Regel zur Begrenzung eines Verlusts. In einer realistischen Simulation muss nicht nur das Stopniveau, sondern auch die zeitliche Reihenfolge der Kursereignisse berücksichtigt werden.
#Künstlich erzeugter Kursverlauf, der mit derselben Testlogik wie reale Marktdaten verarbeitet wird. Das Projekt verwendet sechs separat ausgewiesene synthetische OHLC-Reihen R1–R6 mit unterschiedlich ausgeprägter Trendpersistenz als Kontroll- und Stresstestebene.
#Systematisch definierte Menge von Testkombinationen. In Version 1 umfasst die reale Matrix 94 Instrumente × 60 Oszillatoren = 5.640 Einzeltests; zusätzlich werden sechs synthetische Kontrollreihen × 60 Oszillatoren = 360 Kontrolltests separat ausgewiesen.
#Nachlaufender Stop, der sich bei günstiger Kursentwicklung in Richtung des Trades bewegt und dadurch bereits erreichte Gewinne teilweise absichern kann.
#Anteil der positiv abgeschlossenen Trades an allen abgeschlossenen Trades. Sie berücksichtigt nicht, wie groß Gewinne und Verluste sind.
#Anzahl der Gewinner geteilt durch die Anzahl der Verlierer. Die Kennzahl ist ohne Einheit und darf nicht mit dem monetären Profitfaktor verwechselt werden.
#Fortlaufende Vorwärtsprüfung. Regeln werden über zeitlich aufeinanderfolgende Entwicklungs- und Prüfintervalle getestet, anstatt nur einmal auf einem einzigen historischen Gesamtzeitraum.
#Kein passender Begriff gefunden.
Begriffe wie Decision Core, Intraday, Slippage oder Walk-forward bleiben erhalten, wenn eine erzwungene Übersetzung unpräziser wäre. Entscheidend ist, dass ihre Bedeutung beim ersten Auftreten erklärt und anschließend im gesamten Projekt konsistent verwendet wird.