Welche Daten?
Zeitraum, Instrumente, Datenfrequenz, Herkunft, Qualitätsstand und gegebenenfalls Lizenz- oder Nutzungsbedingungen.
Die Dokumentation ist kein Anhang, der erst am Ende eines Projekts geschrieben wird. Sie ist Teil des Systems. Für einen wesentlichen Befund sollen fünf Dinge nachvollziehbar sein: welche Daten verwendet wurden, welche Regeln galten, welche Version gerechnet wurde, unter welchen Bedingungen der Test lief und welche Aussagegrenzen daraus folgen.
Zu einem belastbaren Ergebnis gehört mehr als nur die Zahl selbst: Datenstand, Rechen- und Entscheidungsregeln, Systemversion, Testbedingungen und bekannte Grenzen gehören untrennbar dazu. Die Dokumentation soll diese Kette sichtbar machen – vom veröffentlichten Befund zurück zu seiner Grundlage.
Zeitraum, Instrumente, Datenfrequenz, Herkunft, Qualitätsstand und gegebenenfalls Lizenz- oder Nutzungsbedingungen.
Entscheidungsregeln, Parameter, Filter, Ausführungsannahmen und Risikologik müssen einem konkreten Regelstand zugeordnet sein.
Eine Regeländerung erzeugt einen neuen Stand. Ergebnisse verschiedener Versionen werden nicht stillschweigend zusammengeführt.
Testzeitraum, Kontrollgruppe, Vergleichsvariante, Kostenannahmen und weitere Bedingungen bestimmen, was die Zahl tatsächlich aussagt.
Zu jedem Befund gehört, was noch nicht untersucht wurde – etwa Intraday-Reihenfolge, Kosten, neue Daten oder die isolierte APS-Wirkung.
Auf der Ergebnisseite wird beispielsweise der Umfang der Version-1-Testmatrix genannt. Die Zahl allein wäre nahezu wertlos. Erst die Dokumentationskette macht sie einordnungsfähig: 94 reale Instrumente wurden mit 60 Oszillatoren nach derselben Grundlogik ausgewertet; daraus entstehen 5.640 systematisch durchgeführte Einzeltests.
Zusätzlich gehört dazu, dass diese Tests gemeinsame Markt-, Daten- und Formelfamilien besitzen und deshalb nicht als 5.640 voneinander unabhängige wissenschaftliche Experimente behandelt werden dürfen. Genau diese Kontextinformationen verhindern, dass ein Leser aus einer korrekten Zahl eine falsche Schlussfolgerung zieht.
Ein historischer Vergleich, ein im vorhandenen Bestand dokumentierter Test und eine unabhängige Reproduktion sind unterschiedliche Qualitätsstufen. Die Website verwendet deshalb sichtbare Statusangaben.
Die Aussage lässt sich im vorhandenen Quellen- oder Testbestand nachvollziehen.
Die Zahl oder Beobachtung ist vorhanden, wird aber nicht als allgemeiner Leistungsnachweis verwendet.
Der Befund soll unter den Bedingungen von Version 2 reproduziert oder isoliert gemessen werden.
Die Funktion oder Prüfung gehört zur Zielarchitektur, ist aber noch kein fertiger Bestandteil.
Ein späterer Nutzer oder Erwerber soll nicht zwischen Marketingtext, Quellcode und Handbuch widersprüchliche Systemstände finden. Deshalb ist das langfristige Ziel eine dokumentierte Kette aus fachlicher Beschreibung, technischer Architektur, Testprotokollen, Benutzerhilfe und Versionshistorie.
Was die Regeln bedeuten, warum sie existieren und welche Markt- oder Risikosituation sie abbilden.
Wie Module, Datenmodelle, Schnittstellen, Fehlerbehandlung und Betriebsbedingungen umgesetzt sind.
Welche Version wann mit welchen Daten gerechnet wurde und ob der erwartete Referenzstand reproduziert wurde.
Kontextbezogene Unterstützung für Nutzer – langfristig in Deutsch und Englisch und möglichst direkt im Produkt verfügbar.
Generative KI kann große Wissensbestände durchsuchen, Texte strukturieren, Erklärungen formulieren oder bei Qualitätssicherung helfen. Gerade deshalb braucht sie klare Quellen, Versionen und Freigaberegeln. Ein automatisch erzeugter Text ist kein neuer fachlicher Standard, solange er nicht gegen die dokumentierte Systemlogik geprüft wurde.
Dort wird für jede Kernaussage sichtbar: Kennzahl, heutiger Beleg, methodische Grenze und nächster Prüfschritt.
Eine Zahl soll nicht nur lesbar sein. Ein Prüfer soll erkennen können, warum sie auf der Website steht und welcher Test ihren Status verändern würde.
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