Start3 · Evidenz & Ergebnisse3.3 · Evidenzkarte & Aussagegrenzen
Inhaltlicher Stand: 24. August 2026Website 2.2.2
EVIDENZKARTE · VERSION 6.0

Von einer öffentlichen Aussage zum tatsächlichen Nachweis.

Die Evidenzkarte verbindet die wichtigsten Aussagen der Website mit dem jeweiligen Daten-, Regel- und Teststand. Sie zeigt nicht nur, was heute dokumentiert ist, sondern ebenso, was daraus nicht abgeleitet werden darf und welcher nächste Test den Nachweis verbessern würde.

Stand: 24. August 2026Öffentliche PrüfebeneKeine Renditezusage
Dokumentiert

Im vorhandenen Projektbestand mit definiertem Daten- oder Quellenstand belegt.

Historischer Befund

Aus einer konkreten historischen Untersuchung oder Konfiguration; nicht allgemein zu verallgemeinern.

Erneut zu prüfen

Substanz ist vorhanden, aber die unabhängige oder realistischere Revalidierung steht noch aus.

Geplant

Teil des Entwicklungsprogramms, heute aber noch nicht als fertiger Nachweis dargestellt.

KERNREGISTER

Fünf Aussagen – jeweils mit Beleg, Grenze und nächstem Prüfschritt

Die Karte ist bewusst strenger als eine klassische Marketingseite. Eine Zahl bekommt erst dann Gewicht, wenn gleichzeitig sichtbar ist, wie sie entstanden ist und welche Fragen offenbleiben.

A1Dokumentiert

Version 1 besitzt eine breite historische Testbasis.

Was belegt ist

Datenzeitraum 2009–2025, 94 reale Instrumente, 60 Oszillatoren und daraus 5.640 systematisch durchgeführte Einzeltests. Im Projektbestand sind rund 11,3 Millionen Handelsereignisse dokumentiert.

Was das bedeutet

Die gleiche Grundlogik wurde nicht nur an einem einzelnen Markt oder einem einzigen Analyseverfahren betrachtet. Das unterstützt die Prüfung auf marktübergreifende Konsistenz.

Was es nicht beweist

5.640 Tests sind keine 5.640 voneinander unabhängigen wissenschaftlichen Experimente und noch keine realistische Simulation der tatsächlichen Handelsausführung.

Nächster Nachweis

Den eingefrorenen Referenzstand unabhängig neu implementieren und Ergebnis für Ergebnis gegen den historischen Bestand vergleichen.

A2DokumentiertKontrollgruppe revalidieren

Reale Märkte und sechs parametrisch unterschiedliche synthetische Trendregime trennen sich im dokumentierten Version-1-Bestand deutlich.

Dokumentierte Werte

Median des Trefferverhältnisses: 1,5725 für reale Märkte gegenüber 0,6012 für die Kontrollgruppe. 0 von 5.640 realen Tests liegen unter 1,0; bei den Kontrolltests sind es 346 von 360.

Aufbau der Kontrollgruppe

94 reale Instrumente wurden um sechs separat ausgewiesene synthetische OHLC-Reihen ergänzt. Die sechs Reihen stammen aus derselben Generatorfamilie, besitzen aber unterschiedliche Trend- und Rauschparameter und reichen von nahezu reinem Noise bis zu sehr hoher Trendpersistenz.

Was offenbleibt

Sechs unterschiedliche Trendregime aus derselben Generatorfamilie sind noch keine universelle Nullhypothese. Für Version 2 soll die Erzeugung deterministisch reproduzierbar werden und durch anders konstruierte Nullmodelle ergänzt werden.

Nächster Nachweis

Kontrollreihen reproduzieren und zusätzliche Nullmodelle wie permutierte Returns, Block-Permutation oder regimeerhaltende Verfahren ergänzen.

HYPOTHETISCHE / SIMULIERTE ERGEBNISSE

Die quantitativen Werte im unmittelbar angrenzenden Abschnitt sind – soweit sie nicht ausdrücklich als tatsächlich realisierte Live-Kontoergebnisse bezeichnet werden – historische, simulierte oder aus Backtests abgeleitete Research-Ergebnisse. Sie werden daher für Compliance-Zwecke als hypothetische Performance-Information behandelt.

Wesentliche Annahmen und Einordnung: Version 1 ist ein End-of-Day-Strukturtest und keine Simulation eines Kundenkontos oder einer Kontorendite. Für die Trefferverhältnis-Kennzahlen werden weder ein Startkapital noch eine Gewinn-Reinvestitionsannahme verwendet. Soweit ein konkreter historischer Vergleich nichts anderes ausweist, enthält die Version-1-Baseline keine Kommissionen, Slippage, Market Impact, Intraday-Ereignisreihenfolge, vollständige Stop-/Break-even-/Trailing-Logik oder APS-Vollintegration; Management- oder Performancegebühren werden nicht modelliert, weil kein verwaltetes Kundenkonto dargestellt wird.

Vorgeschriebener englischer Originalhinweis: Der folgende Wortlaut wird für die NinjaTrader®-Ecosystem-Compliance unverändert in der von NFA Rule 2-29(c)(1) vorgegebenen englischen Fassung wiedergegeben.

HYPOTHETICAL PERFORMANCE DISCLAIMER · NFA-ORIGINALWORTLAUT

HYPOTHETICAL PERFORMANCE RESULTS HAVE MANY INHERENT LIMITATIONS, SOME OF WHICH ARE DESCRIBED BELOW. NO REPRESENTATION IS BEING MADE THAT ANY ACCOUNT WILL OR IS LIKELY TO ACHIEVE PROFITS OR LOSSES SIMILAR TO THOSE SHOWN. IN FACT, THERE ARE FREQUENTLY SHARP DIFFERENCES BETWEEN HYPOTHETICAL PERFORMANCE RESULTS AND THE ACTUAL RESULTS SUBSEQUENTLY ACHIEVED BY ANY PARTICULAR TRADING PROGRAM.

ONE OF THE LIMITATIONS OF HYPOTHETICAL PERFORMANCE RESULTS IS THAT THEY ARE GENERALLY PREPARED WITH THE BENEFIT OF HINDSIGHT. IN ADDITION, HYPOTHETICAL TRADING DOES NOT INVOLVE FINANCIAL RISK, AND NO HYPOTHETICAL TRADING RECORD CAN COMPLETELY ACCOUNT FOR THE IMPACT OF FINANCIAL RISK IN ACTUAL TRADING. FOR EXAMPLE, THE ABILITY TO WITHSTAND LOSSES OR TO ADHERE TO A PARTICULAR TRADING PROGRAM IN SPITE OF TRADING LOSSES ARE MATERIAL POINTS WHICH CAN ALSO ADVERSELY AFFECT ACTUAL TRADING RESULTS.

THERE ARE NUMEROUS OTHER FACTORS RELATED TO THE MARKETS IN GENERAL OR TO THE IMPLEMENTATION OF ANY SPECIFIC TRADING PROGRAM WHICH CANNOT BE FULLY ACCOUNTED FOR IN THE PREPARATION OF HYPOTHETICAL PERFORMANCE RESULTS AND ALL OF WHICH CAN ADVERSELY AFFECT ACTUAL TRADING RESULTS.

A3Historischer Befund

Eine geschützte APS-Variante zeigt in einem konkreten 81-Trade-Pfad einen höheren Endgewinn bei leicht niedrigerem maximalem Kapitalrückgang.

Konkreter Vergleich

Endgewinn: 3.391,96 € konventionell gegenüber 5.446,04 € mit der untersuchten APS-Schutzlogik. Profitfaktor: 1,31569 gegenüber 1,46985. Größter zwischenzeitlicher Kapitalrückgang: 1.867,54 € gegenüber 1.773,50 €.

Was das zeigt

Der Pfad illustriert, wie eine bestimmte Kombination aus Progression und Schutzlogik das Ergebnisprofil verändern kann.

Was es nicht beweist

Die APS existiert in mehreren historischen Entwicklungsständen und Konfigurationen. Ein einzelner Pfad ist kein Beleg dafür, dass jede APS-Variante unter allen Märkten und Sequenzen überlegen ist.

Nächster Nachweis

APS und unveränderte Vergleichsvariante unter identischen Intraday-, Kosten- und Ausführungsbedingungen paarweise gegeneinander testen.

A4Erneut zu prüfen

Der Decision Core ist als deterministische Referenzlogik dokumentiert – die unabhängige Neuimplementierung ist der entscheidende nächste Qualitätstest.

Heute vorhanden

Ein historischer Excel-Referenzstand mit nachvollziehbarer Rechen- und Entscheidungslogik sowie dokumentierten Eingaben, Parametern und Ergebnisfeldern.

Ziel der Reproduktion

Identische Daten und Regeln müssen in einer neuen Implementierung dieselben Ergebnisse erzeugen. Abweichungen dürfen nicht stillschweigend korrigiert, sondern müssen erklärt werden.

Was heute noch fehlt

Ein abgeschlossener unabhängiger Vergleichslauf, der den gesamten Referenzkern reproduziert und Abweichungen formal dokumentiert.

Nächster Nachweis

Referenzstand einfrieren, neue Implementierung aufbauen, automatisierten Ergebnisvergleich durchführen und ein Abweichungsregister führen.

A5Geplant

Version 2 soll aus struktureller Forschung eine deutlich realistischere Ausführungs- und Validierungsumgebung machen.

Geplante Prüfebenen

Intraday-Reihenfolge, Stop-Loss, Break-even, Trailing, Kommissionen, Slippage, APS-Integration, neue Daten, Out-of-Sample- und Walk-forward-Tests.

Warum das wichtig ist

Erst diese Ebenen zeigen, ob ein struktureller Befund nach realistischeren Ausführungsannahmen wirtschaftlich bestehen bleibt.

Was nicht behauptet wird

Diese Prüfungen sind nicht deshalb bestanden, weil sie in einer Roadmap stehen. Der öffentliche Status steigt erst nach tatsächlich abgeschlossenem Test.

Abnahmekriterium

Jeder neue Nachweis erhält definierte Daten, Regeln, Testbedingungen, Ergebnisdateien und dokumentierte Grenzen.

NACHWEISKETTE

Keine Aussage springt direkt von einer Zahl zu einem Produktversprechen.

Zwischen einem gemessenen Wert und einer belastbaren externen Aussage liegen mehrere Prüfschritte. Diese Kette ist Teil der Produktqualität.

01Öffentliche AussageWas wird tatsächlich behauptet?
02Kennzahl & DefinitionWie wird der Wert berechnet und welche Einheit hat er?
03Daten & RegelnWelcher Zeitraum, welche Instrumente und welche Systemversion?
04Test & ReproduktionUnter welchen Bedingungen wurde gerechnet und kann das Ergebnis wiederholt werden?
05Grenze & nächster TestWas darf nicht geschlossen werden und welcher Nachweis fehlt?
VALIDIERUNGSTORE

Der Projektstatus steigt nur, wenn ein konkretes Abnahmekriterium erfüllt ist.

Die folgenden Tore bilden keinen bereits abgeschlossenen Prüfbericht. Sie beschreiben, welche Arbeit den heutigen Forschungsstand in eine höhere Nachweisstufe überführen würde.

G1

Referenzstand einfrieren

Daten, Parameter, Formeln und Ergebnisse des historischen Referenzkerns werden unveränderlich gesichert und eindeutig versioniert.

Bestanden, wenn der Ausgangsstand reproduzierbar identifiziert werden kann.
G2

Unabhängig reproduzieren

Eine neue Implementierung berechnet den Referenzstand erneut.

Bestanden, wenn Ergebnisse übereinstimmen oder jede Abweichung erklärt ist.
G3

Intraday-Reihenfolge abbilden

Einstieg, Ziel, Stop und weitere Ereignisse werden zeitlich korrekt statt aus Tages-Hoch/Tief abgeleitet.

Bestanden, wenn Konflikttage nicht mehr durch heuristische Reihenfolgeauflösung bestimmt werden.
G4

Ökonomischen Realismus ergänzen

Kommissionen, Slippage, Stop-, Break-even- und Trailing-Varianten werden getrennt eingeführt.

Bestanden, wenn jeder Effekt isoliert messbar und dokumentiert ist.
G5

Kontrollgruppen verbreitern

Die heutige Kontrollgruppe wird reproduziert und durch alternative Nullmodelle ergänzt.

Bestanden, wenn Ergebnisse nicht von einer einzigen Zufallskonstruktion abhängen.
G6

APS-Zusatznutzen isolieren

Identische Trades und Ausführungsbedingungen werden mit und ohne APS verglichen.

Bestanden, wenn der inkrementelle Beitrag separat ausgewiesen werden kann.
G7

Neue Daten einsetzen

Regeln werden außerhalb der Entwicklungsdaten und in fortlaufenden Walk-forward-Fenstern geprüft.

Bestanden, wenn Stabilität und mögliche Verschlechterung auf neuen Zeitabschnitten transparent werden.
FRAGEN FÜR EINE ERNSTHAFTE PRÜFUNG

Was ein fachlicher oder institutioneller Prüfer konkret fragen sollte

Eine Due Diligence sollte nicht bei einem beeindruckenden Chart beginnen, sondern bei der Reproduzierbarkeit der zugrunde liegenden Arbeit.

  1. Sind Datenquelle, Zeitraum und Datenbereinigung eindeutig dokumentiert?
  2. War die getestete Regelversion vor dem Ergebnis festgelegt und versioniert?
  3. Wie wird verhindert, dass Look-ahead, Datenleckage oder spätere Informationen in den Test gelangen?
  4. Wie wird die Intraday-Reihenfolge von Entry, Target und Stop bestimmt?
  5. Welche Kosten- und Slippage-Annahmen werden verwendet?
  6. Wie wurden Kontrollgruppen erzeugt und sind Generator, Parameter und Seeds reproduzierbar?
  7. Kann ein unabhängiger Rechenweg die Referenzergebnisse wiederholen?
  8. Welcher Teil eines Ergebnisses stammt vom Decision Core und welcher von Ausführung oder APS?
  9. Wie verhält sich das System auf neuen, nicht zur Entwicklung verwendeten Daten?
  10. Welche Aussage bleibt auch nach allen Einschränkungen tatsächlich übrig?
DOWNLOAD · VERSION 6.0

Evidence & Validation Brief

Das neue Briefing führt die öffentliche Evidenzkarte, die methodischen Grenzen und die Abnahmekriterien für Version 2 in einem kompakten Dokument zusammen. Es ergänzt das Executive Overview: weniger Projektvorstellung, mehr Prüflogik.

DeutschPDFöffentliche Prüfebene
PRÜFPFAD

Wer tiefer prüfen will, soll genau erkennen können, welcher Nachweis als Nächstes relevant ist.