Auf einer Trading-Website wirken Kennzahlen schnell vertraut, obwohl sie unterschiedliche Fragen beantworten. Genau das ist beim Trefferverhältnis, bei der Trefferquote und beim Profitfaktor der Fall. Wer diese Begriffe vermischt, kann aus einer richtigen Zahl eine falsche Schlussfolgerung ziehen.

Das Trefferverhältnis zählt Gewinner und Verlierer

Das Trefferverhältnis wird als Anzahl der Gewinner geteilt durch die Anzahl der Verlierer berechnet. Es besitzt keine Einheit. Ein Wert von 1,0 bedeutet gleich viele Gewinner wie Verlierer. Ein Wert von 1,5 bedeutet 1,5 Gewinner je Verlierer. Ein Wert unter 1,0 bedeutet entsprechend, dass mehr Trades negativ als positiv endeten.

TrefferverhältnisGewinner ÷ Verliererohne Einheit

Das Trefferverhältnis ist dimensionslos und wird als Anzahl der Gewinner geteilt durch die Anzahl der Verlierer berechnet. Ein Wert von 1,0 bedeutet gleich viele Gewinner wie Verlierer; ein Wert von 1,5 bedeutet beispielsweise 1,5 Gewinner je Verlierer. Die Trefferquote beschreibt dieselbe Häufigkeitsfrage in Prozent.

Die Trefferquote beantwortet dieselbe Frage in Prozent

Die Trefferquote setzt die Gewinner ins Verhältnis zu allen abgeschlossenen Trades. Ein Trefferverhältnis von 1,5 entspricht beispielsweise einer Trefferquote von 60 Prozent: drei Gewinner stehen zwei Verlierern gegenüber. Beide Kennzahlen beschreiben also die Häufigkeit positiver und negativer Abschlüsse – nicht deren finanzielle Größe.

Der Profitfaktor stellt eine andere Frage

Der monetäre Profitfaktor teilt die Summe aller Bruttogewinne durch die Summe aller Bruttoverluste. Er berücksichtigt damit, wie groß Gewinne und Verluste tatsächlich waren. Ein System kann häufig gewinnen und trotzdem nur einen schwachen Profitfaktor besitzen, wenn die durchschnittlichen Verluste größer sind als die durchschnittlichen Gewinne.

ProfitfaktorBruttogewinn ÷ Bruttoverlustmonetäre Verhältniskennzahl

Ein neutrales Rechenbeispiel

Werden in einem hypothetischen Beispiel 150 Gewinner und 100 Verlierer gezählt, beträgt das Trefferverhältnis 1,5 und die Trefferquote 60 Prozent. Über den Profitfaktor lässt sich daraus noch nichts ableiten: Er hängt zusätzlich von der Höhe der Bruttogewinne und Bruttoverluste ab. Genau deshalb müssen Häufigkeits- und Geldkennzahlen getrennt gelesen werden.

Warum diese Unterscheidung für Version 2 zentral ist

Version 2 soll nicht nur zählen, wie häufig eine Entscheidung positiv endet. Sie soll die tatsächliche Reihenfolge innerhalb des Handelstags, Stops, Kosten und Slippage berücksichtigen. Erst dann lassen sich Trefferhäufigkeit, monetärer Profitfaktor und Risikoverlauf auf derselben realistischeren Ausführungsbasis zusammenführen.

Merksatz:

Trefferverhältnis und Trefferquote sagen, wie oft ein Trade gewinnt. Der Profitfaktor sagt, wie viel die Gewinner im Verhältnis zu den Verlierern erwirtschaftet haben.

Projektkontext

Dieser Beitrag erklärt den derzeit dokumentierten Projektstand. Er fügt kein neues Leistungsversprechen hinzu und ersetzt weder den Risikohinweis noch die für Version 2 geplante formale Revalidierung.

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